"Diagnosen in Bewegung“ - Vom Etikett zur systemischen Hypothese über Muster, Kontexte und Möglichkeiten - Kristina Merker und Emanuel Pavlić

Diagnosen können Orientierung geben, Leid anerkennen, Behandlungsentscheidungen ermöglichen und Zugänge zu Unterstützung eröffnen. Gleichzeitig können sie Menschen festlegen und Beziehungen verändern.

Wann?

09./10. April 2027 (Fr. 09.30 Uhr - 17.30 Uhr/Sa. 09.00 Uhr - 17.00 Uhr)

Wo?

StIF / Stuttgarter Institut für Systemische Therapie, Beratung, Supervision und Systemisches Coaching e.V., Panoramastraße 27, 70192 Stuttgart

Zielgruppe

Fachkräfte aus Psychotherapie, Beratung, Psychiatrie, Medizin, Sozialer Arbeit, Pädagogik, Jugendhilfe und weiteren psychosozialen Arbeitsfeldern.

Dozent*innen

Dipl.-Psych. Kristina Merker (Diplom-Psychologin, Klinische Neuropsychologin (GNP), Systemische Therapeutin,Systemische Supervisorin und Lehrende für Systemische Beratung und Supervision (SG))

Dr. Emanuel Pavlić /  Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, langjährige systemisch-klinische Tätigkeit, u.a. in oberärztlicher Funktion, systemischer Therapeut/Familientherapeut (DGSF), Dozent und erfahrener MFT-Gruppenleiter in Klinik und Praxis.

Teilnehmer*innen

max. 25

Kosten

190,- € (150,-€ für Mitglieder)

Wann?

09./10. April 2027 (Fr. 09.30 Uhr - 17.30 Uhr/Sa. 09.00 Uhr - 17.00 Uhr)

Wo?

StIF / Stuttgarter Institut für Systemische Therapie, Beratung, Supervision und Systemisches Coaching e.V., Panoramastraße 27, 70192 Stuttgart

Teilnehmer*innen

max. 25

Kosten

190,- € (150,-€ für Mitglieder)

Zielgruppe

Fachkräfte aus Psychotherapie, Beratung, Psychiatrie, Medizin, Sozialer Arbeit, Pädagogik, Jugendhilfe und weiteren psychosozialen Arbeitsfeldern.

Dozent

Dipl.-Psych. Kristina Merker (Diplom-Psychologin, Klinische Neuropsychologin (GNP), Systemische Therapeutin,Systemische Supervisorin und Lehrende für Systemische Beratung und Supervision (SG))

Dr. Emanuel Pavlić /  Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie, langjährige systemisch-klinische Tätigkeit, u.a. in oberärztlicher Funktion, systemischer Therapeut/Familientherapeut (DGSF), Dozent und erfahrener MFT-Gruppenleiter in Klinik und Praxis.

Über das Seminar

Diagnosen können Orientierung geben, Leid anerkennen, Behandlungsentscheidungen ermöglichen und Zugänge zu Unterstützung eröffnen. Gleichzeitig können sie Menschen festlegen, Beziehungen verändern und Zukunftsmöglichkeiten verengen. Sie sind daher nicht nur fachliche Beschreibungen, sondern entfalten Wirkungen im Selbstbild von Klient*innen, in Familien, in professionellen Hilfesystemen und in gesellschaftlichen Zusammenhängen.


Wie können wir Diagnosen ernst nehmen, ohne Menschen auf sie zu reduzieren? Wie lässt sich klinisches Wissen mit einer systemischen Haltung verbinden? Und wie gelangen wir von einer diagnostischen Bezeichnung zu Hypothesen, die Wechselwirkungen und generationenübergreifende Muster in Systemen verständlich machen und neue Handlungsmöglichkeiten eröffnen?


Diagnosen haben im systemischen Feld nicht immer einen leichten Stand. Doch weder ihre unkritische Übernahme noch ihre grundsätzliche Ablehnung wird der Komplexität psychischer und psychosozialer Phänomene gerecht. 

In diesem Seminar betrachten wir Diagnosen als eine mögliche Form, komplexe Phänomene zu ordnen: fachlich bedeutsam, zugleich vorläufig, kontextabhängig und verhandelbar.

Wir untersuchen unterschiedliche Krankheitskonzepte und fragen nach ihren Wirkungen: Was erklären sie? Wen entlasten sie? Welche Unterstützung und Behandlung ermöglichen sie? Welche Erwartungen und Grenzen erzeugen sie?


Anhand von Fallbeispielen, Demonstrationen und erfahrungsorientierten Übungen wird erarbeitet, wie diagnostische Beschreibungen in systemische Muster- und Kontextbeschreibungen übersetzt werden können. Im Mittelpunkt steht eine doppelte Aufmerksamkeit: für die fachliche Bedeutung einer Diagnose ebenso wie für ihre individuellen, relationalen und institutionellen Folgen.


Die Teilnehmer*innen lernen, unterschiedliche Krankheitsvorstellungen sichtbar zu machen, mehrere nützliche Hypothesen zu entwickeln und Diagnosen transparent, respektvoll und zukunftsoffen zu besprechen. Eigene Fälle undFragestellungen aus der beruflichen Praxis sind willkommen.

Hinweis

Die Veranstaltung ist mit 16 FE bei derLandesärztekammer akkreditiert.

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