Regulierung vor Klärung – Nervensysteme verstehen und wirksam begleiten Zweitägiges Fortbildungsseminar für Therapeut*innen, Berater*innen & Supervisor*innen
29./30. Januar 2027 /Fr./Sa.) / 09.30 Uhr - 18 Uhr
StIF / Stuttgarter Institut für Systemische Therapie, Beratung, Supervision und Systemisches Coaching e.V. - Änderung möglich
max. 25
190,- € (150,-€ für Mitglieder)
alle psychosozialen Berufe
Fabian Schläper / ist Systemischer Berater im Einzelsetting und Supervisor. Er arbeitet als Supervisor in sozialen und wirtschaftlichen Kontexten mit Teams sowie im Leitungscoaching
Regulierung vor Klärung – Nervensysteme verstehen und wirksam begleiten. Zweitägiges Fortbildungsseminar für Therapeut*innen, Berater*innen & Supervisor*innen
Warum klappt es einfach nicht? Das Gespräch war gut. Die Einsicht da. Die Absprachen klar. Und trotzdem: nichts verändert sich. Vielleicht liegt es nicht am fehlenden Verständnis oder den Fähigkeiten der Klient*Innen – sondern an einem Nervensystem im Kampf-, Flucht-, Erstarrungs- oder Schmeichelmodus.
In diesem zweitägigen Seminar schauen wir dorthin, wo Veränderung wirklich beginnt:
ins autonome Nervensystem. Statt immer weiter zu erklären, zu analysieren oder zu verhandeln, lernen wir zu erkennen: Was braucht dieses Nervensystem jetzt – und was definitiv noch nicht? Denn egal ob Trauma-, systemische, körperorientierte oder verhaltenstherapeutische Arbeit, ob Paartherapie oder Supervision: Ohne Regulation keine nachhaltige Klärung.
Worum geht es konkret?
Das Seminar verbindet neurobiologische Grundlagen mit praxisnaher therapeutischer Anwendung – schulenübergreifend, körpernah und alltagstauglich.
Im Fokus stehen:
• das sichere Erkennen von Nervensystem-Zuständen bei Klient*innen, Paaren, Teams und in Supervision
• der Umgang mit Kampf, Flucht, Erstarrung (Totstell-Reaktion) und Schmeicheln (Fawn) als Überlebensstrategien statt Widerständen
• Co-Regulation als Grundlage von Beziehung, Reflexion und Veränderung
• typische therapeutische Sackgassen („Wir reden im Kreis“, „Es kommt nichts an“, „Es bleibt nichts hängen“)
• der richtige Zeitpunkt für Klärung, Intervention und Zielarbeit. Faustregel: Regulierung vor Klärung. Und manchmal auch: erst Körper, dann Kopf.
Besonders relevant für folgende Arbeitsfelder
• Traumatherapie: Stabilisierung, Ressourcenarbeit, Pr.senzübungen, Selbstregulations-Übungen
• Systemische Therapie & Beratung: Dynamiken lesen, Eskalationen verstehen, Sicherheit im System herstellen
• Körperorientierte Verfahren: Nervensystem-Regulation gezielt einsetzen und sprachlich integrieren
• Verhaltenstherapie: Warum Einsicht nicht automatisch Veränderung bedeutet
• Paartherapie: Wenn zwei Nervensysteme gleichzeitig Alarm schlagen
• Supervision & Coaching: Dysregulation in Teams, Organisationen und Rollen erkennen
Lernziele: Die Teilnehmenden:
• verstehen die neurobiologischen Grundlagen des autonomen Nervensystems praxisnah
• erkennen Nervensystem-Zustände schnell und sicher – bei Klient*innen und bei sich selbst
• können Interventionen an den jeweiligen Zustand anpassen
• erweitern ihr therapeutisches Repertoire um einfache, wirksame Regulationsmöglichkeiten
• gewinnen mehr Sicherheit im Umgang mit Eskalation, Rückzug, Erstarrung und Anpassung
• erleben mehr Leichtigkeit, Klarheit und Wirksamkeit im therapeutischen Alltag Arbeitsweise
• kurze theoretische Inputs (verständlich & ohne Neuro-Bullshit-Bingo)
• viele Praxisbeispiele aus unterschiedlichen therapeutischen Kontexten
• Selbsterfahrung & Reflexion
• Übungen zur Co-Regulation
• Raum für Fragen, Austausch und Fallarbeit
Humor ausdrücklich erlaubt – Nervensysteme entspannen sich schneller, wenn gelacht
werden darf.
Gerne können Sie sich hier für das oben stehende Seminar anmelden.